Essen unterwegs

Gut essen, ohne dass die Reise zur Restaurantsuche wird.

Auf einer Reise zu zweit ist das Abendessen der Teil des Tages, an dem am meisten hängt und am wenigsten geplant wird. Hier steht, was dabei regelmässig schiefgeht und was ich übernehme.

Die schwierigste Frage ist das Hotelrestaurant

Ein Hotelrestaurant ist betrieblich eine Kostenstelle. Dieselbe Küche macht das Frühstück für zweihundert Gäste, den Zimmerservice und, wenn noch Kapazität übrig ist, das Abendessen à la carte. In vielen sehr guten Häusern ist das Restaurant deshalb der schwächste Teil des Aufenthalts, und das steht in keiner Beschreibung.

Es gibt aber Häuser, bei denen es umgekehrt ist: ein eigener Küchenchef, eine eigene Karte, ein eigener Eingang. Das erkennt man an einem einzigen Signal, und das kostet nichts: Kommen Gäste von ausserhalb zum Essen? Wenn Leute aus der Stadt dort reservieren, obwohl sie nicht im Haus wohnen, ist die Küche echt. Wenn abends nur Hotelgäste sitzen, esst Ihr die zweitbeste Lösung, und zwar jeden Abend.

Daraus folgt die zweite Frage, die kaum jemand rechtzeitig stellt: Halbpension klingt bequem und nimmt Euch leise den Grund, das Haus zu verlassen. Bei sieben Nächten heisst das siebenmal dieselbe Küche. Manchmal ist genau das richtig, weil in der Umgebung nichts ist. Oft ist es das nicht, und dann merkt man es an Tag vier.

Was ich übernehme

Vier Dinge, die vor der Abreise passieren

Nicht eine Liste mit Empfehlungen, sondern Entscheidungen, die vorher getroffen sind.

01

Die Einschätzung des Hauses

Ob das Restaurant im Hotel den Abend wert ist oder ob Ihr die guten Abende besser ausserhalb verbringt. Und ob Halbpension bei diesem Haus und dieser Lage sinnvoll ist oder Euch nur festhält.

02

Drei bis fünf Adressen, nicht dreissig

Zu jeder steht, wofür sie gut ist und an welchem Abend sie passt. Ein Lokal für den Ankunftsabend, an dem man müde ist, ist ein anderes als das für den Abend, auf den Ihr Euch freut.

03

Reservierungen, wo sie schwierig sind

Bei Häusern mit wenigen Tischen oder langem Vorlauf reserviere ich selbst, mit Uhrzeit, Anlass und allem, was Ihr nicht esst. Wo man problemlos am selben Tag einen Tisch bekommt, sage ich Euch das und Ihr entscheidet spontan. Beides schreibe ich Euch vorher hin, damit klar ist, worum ich mich kümmere und worum nicht.

04

Unverträglichkeiten, bevor Ihr am Tisch sitzt

Was Ihr nicht esst, geht schriftlich an das Haus, nicht mündlich an den Kellner. Der Unterschied zeigt sich in der Küche, nicht im Service.

Ehrlich gesagt

Wann Ihr mich dafür nicht braucht

Wenn Ihr gern losgeht und schaut, was Euch unterwegs anspringt: Das ist eine der besseren Arten zu reisen, und ich nehme sie Euch ungern weg. Ich plane die Abende, die planbar sein müssen, und lasse die anderen offen.

Wenn Ihr ohnehin im Haus esst, weil das Hotel abgelegen liegt oder Ihr genau das wollt, reicht die Einschätzung des Hauses. Dafür braucht es keine eigene Liste.

Und in Städten mit sehr dichter Gastronomie findet Ihr vieles selbst. Da lohnt sich meine Arbeit für die zwei, drei Häuser, an die man kurzfristig nicht herankommt, nicht für die ganze Woche.

Warum ich das beurteilen kann

Ich kenne die Hotelgastronomie von innen. An der EHL und im Park Hyatt Zürich habe ich gesehen, wie Küche, Service und Kalkulation zusammenhängen. Deshalb lese ich eine Speisekarte und eine Öffnungszeit anders: Sie verraten, wie viele Leute hinten stehen und wie ernst ein Haus das Abendgeschäft nimmt.

Ich koche selbst. Das klingt nach einem netten Detail und ist der Grund, warum ich einen Teller einschätzen kann. Wer selbst kocht, erkennt Handwerk und erkennt ebenso, wenn ein Gericht nur aussieht wie Aufwand.

Ich habe unterwegs viel gegessen, von der Strassenküche bis zum Restaurant mit Reservierungsliste. Das allein ist kein Argument, jeder Reisende kann das von sich sagen. Es hilft aber bei der Frage, wann das eine besser ist als das andere.

Und ich kenne Leute aus der Branche, über die EHL. Das hilft bei einer ehrlichen Auskunft zu einem Haus. Es hilft nicht bei einem Tisch in Tokio, und ich behaupte das auch nicht.

Teller mit essbaren Blüten und Kräutern
Schale mit Getreide, Avocado, pochiertem Ei und Blüte
Teller mit frittierten Meeresfrüchten und Kräutersalat

Eigene Aufnahmen von unterwegs.

Nächster Schritt

Sagt mir, wohin es gehen soll.

Unverbindlich und kostenlos. Antwort innerhalb von 48 Stunden, auch wenn sie lautet, dass das Budget für diese Reise nicht reicht.

Reise anfragen
Reise anfragen