Wo ich war
Vierundzwanzig Länder, ehrlich gezählt, Flughäfen nicht mitgerechnet.
Der Schwerpunkt liegt in Süd- und Mittelamerika: Kolumbien, Peru, Bolivien, Argentinien, Uruguay, Costa Rica, Panama. Dazu die Golfregion mit Katar und den Emiraten, die als Zwischenstopp auf Fernreisen wichtiger ist, als die meisten denken, und wo die Qualität der Häuser extrem weit auseinandergeht. Und Südeuropa, Portugal, Spanien, Italien und Griechenland, das für kurze Reisen zu zweit weiterhin die praktischste Auswahl der Welt hat.
Was nicht auf der Karte steht: die Karibik, die Malediven, Asien ausserhalb des Golfs, Afrika. Da war ich nicht, und ich tue nicht so.
Eigene Aufnahmen.
Warum ich Hotels anders lese
Ich habe International Hospitality Management an der EHL studiert und danach im Management Trainee Programm des Park Hyatt Zürich gearbeitet, bevor ich als Junior Sales Manager zu FELFEL gewechselt bin.
Wer selbst in einem Fünfsternehaus gearbeitet hat, sieht beim Anschauen eines Hotels etwas anderes als die Bilder. Man sieht, wie viele Leute an der Rezeption stehen und wie lange sie schon dort arbeiten. Man erkennt an der Beschreibung einer Zimmerkategorie, ob sie renoviert ist. Man weiss, welche Fragen ein Haus schriftlich beantwortet und bei welchen es ausweicht, und was dieses Ausweichen bedeutet.
Das ist kein Geheimwissen. Es ist nur das, was man mitbekommt, wenn man auf der anderen Seite der Rezeption gestanden hat.
Was Ortskenntnis leistet und was nicht
Ein berechtigter Einwand: Wie soll jemand eine Reise dorthin planen, wo er selbst nicht war?
Meine Antwort ist unbequemer, als Ihr erwartet. Selbst dort gewesen zu sein hilft bei genau zwei Dingen: bei Entfernungen und Fahrzeiten, und beim Gefühl für einen Ort. Beides zählt, und beides sage ich Euch offen, wenn es mir fehlt.
Es hilft nicht dabei, ein Haus zu beurteilen. Wer eine Woche in einem Resort war, kennt ein Zimmer von zweihundert, eine Saison von vier und ein Serviceteam in einer bestimmten Besetzung. Wer weiss, wie ein Hotelbetrieb funktioniert, stellt stattdessen die Fragen, deren Antworten für jedes Haus gelten: Wie alt ist die Kategorie, die Ihr bucht. Welche Zimmer liegen zur Strasse. Was ist im Preis, und was wird vor Ort noch verlangt. Wie schnell und wie genau antwortet das Haus auf eine konkrete Frage.
Genau deshalb kann ich Euch eine Reise dorthin planen, wo ich nicht war, und würde Euch trotzdem sagen, wenn ich für ein Ziel nicht der Richtige bin.
Wie ich arbeite
Ich entferne, statt hinzuzufügen. Das Ziel ist nicht, Euch mehr Hotels zu zeigen, sondern die falschen wegzunehmen. Am Ende stehen drei bis fünf, nicht dreissig.
Jede Empfehlung hat ein Gegenargument. Es gibt kein Haus ohne Nachteil. Wenn eine Empfehlung keinen nennt, hat sich jemand keine Mühe gegeben oder etwas zu verkaufen.
Ich sage, wenn etwas nicht geht. Wenn das Budget für die Reise nicht reicht, wenn die Reisezeit die falsche ist, wenn Ihr für dieses Ziel keine Beratung braucht: Das erfahrt Ihr in der ersten Antwort und nicht nach der Rechnung.